Berufsaussichten

Wie bei vielen Fächern an der Universität handelt es sich auch bei der Nordischen Philologie um keine Berufsausbildung. Neben Vermittlung der Fachkenntnisse werden vor allem Schlüsselqualifikationen wie selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten, Recherchieren von Literatur, mündlicher Vortrag und Umgang mit fremden Kulturen vermittelt, die in vielen Berufsfeldern eingebracht werden können.
Wer das Fach studiert, sollte sich möglichst früh mit der Frage auseinandersetzen, in welchem Berufszweig er nach dem Studienabschluss arbeiten möchte. Es wird deshalb empfohlen, in den längeren Sommersemesterferien kürzere Praktika in den möglichen Berufsfeldern (z.B. Bibliothek, Verlag, kulturelle Einrichtungen, Zeitungen, Übersetzertätigkeiten, Erwachsenenbildung) abzulegen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern des Seminars mitzuarbeiten, etwa beim Bibliothekswesen, der Organisation von Tagungen oder dem Erstellen eines Buches im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes mitzuwirken.
Gerade weil das Studium nicht auf einen spezifischen Beruf zugeschnitten ist, stehen Phil.I-Absolventen sehr viele Beschäftigungsfelder offen. Eine Studie der Schweizer Arbeitsgemeinschaft für akademische Berufs- und Studienberatung (AGAB) zeigt, daß gerade die Absolventen der 'kleinen' Philologien, die keine Lehrerausbildung anbieten, Stellen finden:

ErwerbstätigeStellensuchendeStelle zugesichertErwerbsverzicht
Germanistik88%6%2%4%
Anglistik79%11%3%8%
Romanistik (franz.)79%10%3%7%
Andere Philologien92%7%0%0%

 

Auch über die möglichen Berufsfelder, in denen die Absolventen philologischer Studiengänge arbeiten, liegen Ergebnisse statistischer Untersuchungen vor:

Hochschule13%
Schule (Erwachsenenbildung)53%
Medien und Kultur (Private)11%
Dienstleistungen13%
Industrie2%
Allgemeine öffentliche Verwaltung3%
Verbände und Organisationen3%
Übrige2%

 

Während der Bereich 'Schule' im Rahmen der Nordischen Philologie keine grosse Rolle spielt, besitzen Absolventen des Faches bei den anderen Berufsfeldern zum Teil bessere Chancen, da sie sich mit ihrem Spezialgebiet aus einem breiten Bewerberfeld von beispielsweise Anglisten, Germanisten und Historikern hervorheben. Noch nicht in der Statistik (die aus dem Jahre 1997 stammt) aufgenommen ist der Bereich des IT, in dem Skandinavien eine herausragende Rolle spielt und dem Sprach- und Kulturkenntnisse eine entscheidende Rolle spielen werden.