Podcasts zu Reaktualisierungen von Ibsens Nora / Et dukkehjem – 1879 bis 2026

Im Rahmen eines Seminars im Frühjahrssemester 2026 beschäftigten sich Studierende der Nordistik und anderer Philologien mit Inszenierungen und Adaptionen von Henrik Ibsens Et Dukkehjem (Deutsch: Nora oder ein Puppenheim), einem der meistgespielten und adaptierten Dramen weltweit. In sechs Podcasts setzen sich die Seminarteilnehmenden mit ausgewählten Adaptionen von den Anfängen der Inszenierungsgeschichte bis in die Gegenwart auseinander und decken dabei immer wieder neu stattfindende Prozesse der Aktualisierung in verschiedenen Medien, Genres und kulturellen Kontexten auf.

Viel Vergnügen bei den hörenswerten Beiträgen zu Nora und dem sogenannten deutschen Ende in der Anfangszeit der Inszenierungsgeschichte (1), in Filmadaptionen der 1940er Jahre zu Zeiten der Zensur in Deutschland und Argentinien (2), im Fernsehspiel des  Neuen Deutschen Films bei Rainer Werner Fassbinder (3), in feministischen Fortschreibungen bei Elfriede Jelinek und Esther Vilar (4), in globalen Adaptionen im Kontext postkolonialer Relektüren bei Tanika Gupta und in Dariush Mehrjuis Transposition des Stoffs in die iranische Gegenwart (5) und schliesslich in einer Ballettadaption des English National Ballet aus dem Jahr 2019 (6).
 

Podcasts zu "Et dukkehjem"

Podcast 1 (Nora und das deutsche Ende): Janine Buser & Nico Kramis
Podcast 2 (Nora im Film der 1940er Jahre: Argentinien und Deutschland): Jan Bütschi & Jakob Sollberger
Podcast 3 (Rainer Werner Fassbinders Fernsehspiel Nora Helmer): Julia Braun
Podcast 4 (Nora-Fortschreibungen bei Esther Vilar und Elfriede Jelinek): Luca Kästli & Nina Schielly
Podcast 5: (Interkulturelle und postkoloniale Adaptionen): Paula Duttweiler & Anne-Léonie Meier
Podcast 6 (Stina Quagebeurs Ballett-Adaption 2019): Grey Garbutt & Mia Rudolph

Podcasts zu Marginalisierte Körper

Im Herbstsemester 2025 erstellten die Studierenden des Literaturseminars „Marginalisierte Körper“ Podcasts, die literarische Darstellungen des Körpers und ihre sozialen, emotionalen und normativen Aspekte beleuchten.

Zwei der Podcasts widmen sich Cecilie Linds Mädchentier (2022) und der Frage, wie der Roman den weiblichen Körper zwischen Begehren und Selbstermächtigung positioniert. Die beiden weiteren Podcasts handeln von Mads Ananda Lodahls Roman Sauna (2021) und von der Darstellung von Identität, Intimität sowie körperlicher Grenzziehung. Beide Romane vertreten eine Tendenz in den skandinavischen Gegenwartsliteraturen, die normative Körperbilder hinterfragt und alternative Formen von Zugehörigkeit und Subjektivität inszeniert.

Die Podcasts setzen die Romane in Bezug auf theoretische Ansätze zu Körper, Affekt und Marginalisierung und machen unterschiedliche analytische Perspektiven hörbar. Die fertigen Produktionen sind hier verfügbar: Viel Vergnügen beim Hören.

Podcasts zu Paradigmen, Diskursen und Netzwerken in der Skandinavistik 1900-2023

Im Rahmen des Masterkurses „Paradigmen, Diskurse und Netzwerke in der Skandinavistik 1900-2023“ fertigten die teilnehmenden Studierenden der Universitäten Basel und Zürich Podcasts an, die sich mit zentralen Figuren, Paradigmen und Themensetzungen in der Fachtradition der Skandinavistik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert beschäftigen. Die Beiträge widmen sich dem feministischen Engagement Selma Lagerlöfs, Annäherungen an Henrik Ibsen aus Schweizer Perspektive in den 1920er Jahren, der ersten deutschsprachigen Literaturgeschichte zu den neueren skandinavischen Literaturen, Spuren von Otto Höflers Männerbundtheorie in der Metaltradition sowie der Fachtradition der Skandinavistik in verschiedenen regionalen Kontexten. Die fertigen Produkte können hier angehört werden, viel Vergnügen!

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