Skandinavien weckt viele Assoziationen: Wer an den Norden Europas denkt, hat schnell einmal Bilder von spektakulären Fjordlandschaften, Wikingerschiffen, Islandponys, Stabkirchen, Geysiren oder freundlich lächelnden Königsfamilien im Kopf. Doch abgesehen von solchen teils klischeehaften Vorstellungen ist Skandinavien in unserer Populärkultur in vielen Bereichen präsent. Sind nicht viele von uns mit skandinavischen Kinderbüchern von Autorinnen und Autoren wie Hans Christian Andersen oder Astrid Lindgren, skandinavischem Möbeldesign und skandinavischen Popgruppen wie Mando Diao oder Sigur Rós gross geworden? Gehören nicht skandinavische Kriminalromane zu den beliebtesten ihrer Gattung und werden oft für das Kino oder Fernsehen verfilmt?

Fakt ist: Die skandinavische Kultur übt einen massgeblichen Einfluss auf unsere eigene Alltagskultur aus. Das Studium der Nordistik vermittelt einen direkten Zugang zu den Sprachen, Literaturen und Kulturen der nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden, Island, Färöer und den schwedischsprachigen Gebieten Finnlands. Dabei erschliesst sich Skandinavien als Kulturraum in seiner ganzen historischen und regionalen Vielfältigkeit.

Naturgemäss bildet der Spracherwerb die Grundlage eines Nordistik-Studiums. Ein Schwerpunkt des BA-Studiums liegt entsprechend zunächst auf dem Erlernen einer der modernen skandinavischen Sprachen, im MA-Studium kommt eine weitere hinzu. Es finden regelmässig Kurse in den vier nordischen Sprachen Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Isländisch statt.

Der wissenschaftliche Teil des Studiums gliedert sich traditionell in drei Bereiche. Es sind dies skandinavistische Literaturwissenschaft, skandinavistische Mediävistik und skandinavistische Sprachwissenschaft.

Wie andere Philologien auch ist die neuere Skandinavistik von den methodischen Diskussionen beeinflusst, welche die sprach- und Literaturwissenschaften seit den 1960er Jahren prägen. Diese haben beispielsweise zu einer Verlagerung von einer literaturhistorischen zu einer textkritischen Betrachtungsweise geführt. Das bedeutet, dass die Funktionsweise von Texten untersucht wird, unabhängig davon ob sie aus einem politischen, historischen oder naturwissenschaftlichen Kontext stammen. Diese Ausweitung des Textbegriffs zeigt, dass sich das Fach Nordistik nicht alleine auf die Beschäftigung mit Sprache und Literatur reduzieren lässt, sondern auch eine Auseinandersetzung mit allgemeinen kulturgeschichtlichen Phänomenen impliziert, welche die skandinavische Geschichte, die skandinavische Ideen-, Wissenschafts- und Religionsgeschichte und viele anderen Disziplinen betreffen können.

Auch die Beschäftigung mit anderen künstlerischen Medien wie der Musik, den bildenden Künsten, dem Film, der Architektur, dem Theater, dem Fernsehen, dem Radio und den Printmedien sowie ihrer Geschichte im skandinavischen Kulturraum stellt einen spannenden Folkus des Nordistik-Studiums dar.


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